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Haarausfall verstehen: Arten, Ursachen und was die Forschung sagt

Last reviewed: 21. März 2026 07:02
Haarausfall betrifft allein in den Vereinigten Staaten schätzungsweise 50 Millionen Männer und 30 Millionen Frauen und ist damit eines der häufigsten Anliegen, mit denen Menschen einen Dermatologen aufsuchen. Während der Verlust von 50 bis 100 Haaren pro Tag als normaler Teil des Haarzyklus gilt, signalisiert bemerkbare Ausdünnung oder kahle Stellen ein zugrunde liegendes Problem, das eine Untersuchung verdient. Das Verständnis der Art Ihres Haarausfalls ist der erste entscheidende Schritt zu einem geeigneten, evidenzbasierten Ansatz.

Androgenetische Alopezie, allgemein als erblich bedingter Haarausfall bekannt, ist die häufigste Form und betrifft bis zu 80 % der Männer und 50 % der Frauen bis zum 70. Lebensjahr. Sie wird durch genetische Empfindlichkeit gegenüber Dihydrotestosteron (DHT) angetrieben, einem Hormon, das aus Testosteron durch das Enzym 5-Alpha-Reduktase gebildet wird. Bei Männern zeigt sich dies typischerweise als zurückweichende Haarlinie und Ausdünnung am Scheitel, während Frauen eher eine diffuse Ausdünnung über den oberen Kopfbereich erleben. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass sowohl Minoxidil als auch Finasterid dazu beitragen können, das Fortschreiten der androgenetischen Alopezie zu verlangsamen, obwohl die individuellen Reaktionen variieren.

Telogen Effluvium ist die zweithäufigste Form des Haarausfalls und ist durch übermäßigen Haarausfall gekennzeichnet, der durch einen physiologischen Stressor ausgelöst wird. Häufige Auslöser sind größere Operationen, hohes Fieber, erheblicher Gewichtsverlust, Nährstoffmangel, Geburt und starker emotionaler Stress. Die gute Nachricht ist, dass Telogen Effluvium in der Regel selbstlimitierend ist und sich innerhalb von 6 bis 9 Monaten auflöst, sobald der Auslöser beseitigt ist. Eine ausreichende Zufuhr von Eisen, Zink und Biotin kann das gesunde Nachwachsen der Haare während der Erholung unterstützen.

Alopecia areata ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem Haarfollikel angreift und zu fleckigem Haarausfall führt, der bis zum vollständigen Haar- oder Körperhaarverlust fortschreiten kann. Sie betrifft etwa 2 % der Weltbevölkerung und kann in jedem Alter auftreten, wobei der Beginn vor dem 30. Lebensjahr am häufigsten ist. Die unvorhersehbare Natur dieser Erkrankung macht sie besonders herausfordernd, und die Behandlungsansätze unterscheiden sich erheblich von denen der androgenetischen Alopezie.

Andere Formen des Haarausfalls umfassen Traktionsalopezie durch enge Frisuren, Haarausfall im Zusammenhang mit Schilddrüsenfunktionsstörungen und ernährungsbedingten Haarausfall durch unzureichende Eisen-, Vitamin-D- oder Zinkzufuhr. Eine gründliche Untersuchung durch einen Arzt, einschließlich Blutuntersuchungen zur Überprüfung auf Nährstoffmängel und hormonelle Ungleichgewichte, wird empfohlen, bevor ein Nahrungsergänzungsregime begonnen wird. Dieser Leitfaden bietet einen Ausgangspunkt für das Verständnis der Gesamtlage, aber eine individuelle medizinische Beratung ist für eine effektive Behandlung unerlässlich.