Research Measurements
Effektgrosse
Ein Mass fur die Starke eines Behandlungseffekts, jenseits der blossen statistischen Signifikanz.
Die Effektgrosse quantifiziert die Starke oder klinische Bedeutsamkeit einer Beziehung oder eines Behandlungseffekts, unabhangig von der Stichprobengrosse. Gangige Masse: Cohens d (standardisierte Mittelwertdifferenz; 0,2 = klein, 0,5 = mittel, 0,8 = gross), relatives Risiko/Odds Ratio (fur dichotome Ergebnisse) und Korrelationskoeffizienten (r). Die Effektgrosse liefert Informationen, die p-Werte nicht liefern konnen: Eine Studie mit 10.000 Teilnehmern konnte einen statistisch signifikanten, aber klinisch unbedeutenden Effekt (d = 0,05) finden. Im Bereich der Nahrungserganzungsmittel zeigen die meisten wirksamen Nahrungserganzungsmittel kleine bis moderate Effektgrossen (d = 0,2-0,5) auf subjektive Endpunkte (Schlafqualitat, Angst). Grosse Effekte (d > 0,8) deuten entweder auf eine wahrhaft wirksame Substanz oder auf methodische Probleme (fehlende Verblindung, Publikationsbias) hin.